NU (JETZT)
C-Print
2005 – durchgehend

Ich nehme meine Bilder auf Momente wo keiner mehr schaut, weil der Tag zu Ende ist. Der Tag ist vorbei, sie Menschen sind zurück in ihrer Häuser gegangen, und haben die gutbeleuchtete Straßen sich selbst und ihrer Auftritt überlassen. Dieser Auftritt ist zeitlos, denn das artifizielle Licht bringt ein unendliches Moment hervor. Die einsame Laterne leuchten in der Nacht; zufälligerweise bilden sie eine Bühne für Bäume und Gebäude. Diese Orte sind Momente meiner Aufmerksamkeit. Dies ist eine Realität einer immer präsenten und puren Natur, inmitten der Willkür der Stadt.

Fotografie ist im Prinzip exotisch, weil es meistens uns unbekannte Gegenden und/oder Blickwinkel zeigt. Meine Fotos sollen jedoch die Wirklichkeit zeigen, die alltägliche Wirklichkeit, die für alle zugänglich ist. Die Titel sagen immer, wo und wann das Foto genommen wurde. Letztendlich sollten die Fotos gezeigt werden an der Stelle, an der sie gemacht wurden - wie eine Werbung für die Wirklichkeit.

So entwickelte ich auch eine Promotion der Wirklichkeit. Es war ein Stand, im Öffentlichen Raum, wo ich Fotos aus unmittelbarer Gegend anbot, als sei es ein Produkt, als könnte man ein Stückchen dieser Wirklichkeit besitzen.

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