SCHACHTELDENKEN

Sozial kulturelles Projekt,
Innenhof der Plattenbau-Großwohnsiedlung, an der an der Bernhard-Bästlein-Straße/Weißenseer Weg/Landsberger Allee, Berlin.
Mit Förderung vom Kulturamt Lichtenberg.
26. Juli bis zum 15. August 2009.

Das Projekt ‚Schachteldenken’ wurde in Zusammenarbeit mit Maria Luisa Stock, im Rahmen des Masterstudiengangs ‚Raumstrategien’ an der Kunsthochschule Berlin Weißensee entwickelt.

Das Wort ‘Schachteldenken’ heißt eigentlich dass man eine beschränkte Sichtweise hat; hier wird es aber angewendet als eine Möglichkeit die Sachen voneinander zu unterscheiden mittels Schachteln. Das Wortspiel wird als Referenz zur Plattenbau-architektur benutzt; das Projekt basiert auf der Idee, dass ein Plattenbau vergleichbar einer Schachtel mit Inhalt ist.
Heutzutage sehen die Häuserblocks aus der DDR aus wie aufeinandergestapelten Zellen, indem ihre Bewohner ihr anonymes Leben führen. Diese Zellen werden somit gleichzeitig zu Behälter, für Menschen, Tiere und Dinge; eine vielfältige Diversität de unsichtbar bleibt.
Schachteldenken wollte diese Vielfalt eine Bühne bieten, indem sie eine Plattform für Austausch von Gedanken und Dingen war. Es wurde eine kleine Holzschachtel auf einer freien Fläche zwischen den Häusern aufgebaut, das jeden Tag öffnete um Menschen und Dinge zu sammeln. Zentral bei dem Projekt war der Austausch von Gegenständen die manche nicht mehr brauchten, und für andere gerade dringend notwendig waren. Über 200 Gegenstände wurden eingesammelt und weiterverteilt.Die Sammelstelle war auch eine Art Wohnzimmer, das eingerichtet wurde mit den eingesammelten Möbeln und Gegenständen. Menschen konnten vorbei schauen auf einen Kaffee und ein Gespräch. Viele Kinder nahmen das Angebot war, und es wurden für sie Workshops und Spiele organisiert.

167
8910
11122
534